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Das Nerd-Glossar.

CFC, FZE, IFICI, CRS … All die Abkürzungen, mit denen dein Steuerberater um sich wirft – so erklärt, wie ein Mensch es tun würde.

183-Tage-Regel 183-day rule Wohnsitz
Die berühmte Faustregel, nach der du nach 183 Tagen irgendwo steuerlich ansässig wirst – und die am häufigsten missverstandene Zahl in diesem Glossar. Viele Länder nutzen sie als einen Test unter mehreren, und DBA verwenden sie vor allem für Einkünfte aus Arbeit; eine Wohnung oder dein Mittelpunkt der Lebensinteressen können dich lange vor Tag 183 steuerpflichtig machen. Zähl deine Tage trotzdem mit unserem Day Tracker.Siehe auch: Gewöhnlicher Aufenthalt, Mittelpunkt der Lebensinteressen, Tie-Breaker-Regel
60-Tage-Regel (Zypern) 60-day rule (Cyprus) Wohnsitz
Zypern lässt dich mit nur 60 Tagen im Jahr steuerlich ansässig werden, wenn du alle Häkchen setzt: in keinem anderen Land mehr als 183 Tage, keine Steueransässigkeit anderswo, eine dauerhafte Wohnung in Zypern und ein Geschäft, ein Job oder ein Direktorenposten dort. Gemacht für Menschen, die viel unterwegs sind. Details auf unserer Zypern-Seite.Siehe auch: 183-Tage-Regel, Non-Dom, Unbeschränkte Steuerpflicht
A1-Bescheinigung A1 certificate Compliance
Ein EU-Formular, das bestätigt, welches Sozialversicherungssystem für dich gilt, wenn du in mehr als einem EU-/EWR-Land oder der Schweiz arbeitest. Ohne sie können zwei Länder Beiträge auf dasselbe Einkommen verlangen.Siehe auch: Sozialversicherungsabkommen
Abgeltungsteuer Flat tax on capital income (Germany) Investieren
Deutschlands pauschale Steuer von 25 % auf private Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Veräußerungsgewinne, plus 5,5 % Solidaritätszuschlag obendrauf (und ggf. Kirchensteuer) – zusammen 26,375 %, Stand 2026. Banken behalten sie meist direkt ein.Siehe auch: Steuer auf Veräußerungsgewinne, Teileinkünfteverfahren, Solidaritätszuschlag
Abmeldung Abmeldung (deregistration) Wohnsitz
Die Abmeldung deiner Adresse beim Einwohnermeldeamt, wenn du ins Ausland ziehst – fällig innerhalb von zwei Wochen nach dem Auszug. Wichtiger Papierkram, aber kein magischer Steuerschalter: Behältst du eine verfügbare Wohnung in Deutschland, kannst du trotzdem unbeschränkt steuerpflichtig bleiben. Schritt für Schritt in Deutschland verlassen.Siehe auch: Wohnsitz (§ 8 AO), Wegzugsbesteuerung, Unbeschränkte Steuerpflicht
Adressnachweis Proof of address Banking
Ein aktuelles Dokument mit deinem Namen und deiner Wohnadresse – Nebenkostenabrechnung, Kontoauszug, Post vom Finanzamt. Zu Hause trivial, in den ersten Monaten im Ausland überraschend schwierig – besorg dir also früh einen.Siehe auch: KYC (Know Your Customer), Beglaubigte Kopie
Anrechnungsmethode Tax credit method Steuern
Eine Methode gegen Doppelbesteuerung: Dein Wohnsitzland besteuert die ausländischen Einkünfte, rechnet aber die bereits im Ausland gezahlte Steuer an – meist begrenzt auf die eigene Steuer auf diese Einkünfte.Siehe auch: Freistellungsmethode, Doppelbesteuerung, Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)
Ansässigkeitsbescheinigung Tax residency certificate Wohnsitz
Eine offizielle Bestätigung einer Steuerbehörde, dass du oder deine Firma dort steuerlich ansässig ist. Nötig, um DBA-Vorteile geltend zu machen, und nützlich, um deinem alten Land zu zeigen, dass du wirklich weg bist. Malta, Zypern und die VAE stellen sie auf Antrag aus.Siehe auch: Unbeschränkte Steuerpflicht, Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)
Anti-Steuervermeidungsrichtlinie Anti-Tax Avoidance Directive (ATAD) Compliance
EU-Richtlinie (2016/1164), die jeden Mitgliedstaat zu Mindeststandards gegen Missbrauch verpflichtet: Hinzurechnungsbesteuerung, Zinsschranke, Wegzugsbesteuerung, eine allgemeine Missbrauchsregel und Regeln gegen hybride Gestaltungen. Deshalb sehen Wegzugsteuern und Hinzurechnungsregeln in der EU zunehmend ähnlich aus.Siehe auch: Hinzurechnungsbesteuerung, Wegzugsbesteuerung, Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten (§ 42 AO)
Apostille Compliance
Eine Beglaubigung nach dem Haager Übereinkommen von 1961, mit der eine öffentliche Urkunde – etwa eine Geburtsurkunde oder ein Gründungszertifikat – in anderen Vertragsstaaten ohne weitere Legalisation gilt. Beim Gründen im Ausland sammelst du ein paar davon.Siehe auch: Beglaubigte Kopie, Certificate of Good Standing
Aufenthaltstitel Residence permit Wohnsitz
Die Erlaubnis, über visumfreie Aufenthalte hinaus in einem Land zu leben. Migrationsrecht und Steuerrecht sind getrennte Welten: Ein Aufenthaltstitel allein macht dich nicht steuerlich ansässig, und EU-Bürger können ohne einen in einem anderen EU-Land steuerlich ansässig sein.Siehe auch: Unbeschränkte Steuerpflicht, Goldenes Visum, Digitales Nomadenvisum
Ausschüttungsteuer Distribution tax Steuern
Steuer, die anfällt, wenn eine Firma Gewinne ausschüttet, nicht wenn sie sie erwirtschaftet. Estland ist das klassische Beispiel: 0 % auf einbehaltene Gewinne, 22 % auf Ausschüttungen (22/78 des Nettobetrags), Stand 2026. Lettland und Georgien nutzen ähnliche Modelle.Siehe auch: Estnisches Steuermodell, Dividende / Gewinnausschüttung, Quellensteuer
Automatischer Informationsaustausch Automatic exchange of information (AEOI) Compliance
Oberbegriff für Systeme, in denen Steuerbehörden Daten austauschen, ohne gefragt zu werden: CRS für Finanzkonten, FATCA für US-Personen, die DAC-Richtlinien innerhalb der EU. Kurzfassung: Geh davon aus, dass dein Finanzamt von deinem Auslandskonto weiß.Siehe auch: Gemeinsamer Meldestandard, FATCA, DAC8
Beckham-Gesetz Beckham law Wohnsitz
Spaniens Sonderregime für Zuzügler: Im Ankunftsjahr plus fünf weiteren Jahren wirst du wie ein Nichtansässiger besteuert – mit pauschal 24 % auf spanische Arbeits- und qualifizierte Unternehmenseinkünfte bis 600.000 € (darüber 47 %), wobei die meisten ausländischen Einkünfte außen vor bleiben (Stand 2026). Du darfst in den fünf Jahren davor nicht in Spanien ansässig gewesen sein; seit 2023 qualifizieren sich auch Remote Worker und bestimmte Unternehmer.Siehe auch: IFICI (Portugal), Pauschalsteuer für Neuansässige (Italien), Pauschalbesteuerung
Beglaubigte Kopie Certified copy Banking
Eine Kopie eines Dokuments, meist Pass oder Adressnachweis, deren Übereinstimmung ein Anwalt, Notar oder eine andere befugte Person bestätigt. Banken und Corporate Service Provider lieben sie – manchmal mit Apostille obendrauf.Siehe auch: Apostille, KYC (Know Your Customer), Adressnachweis
BEPS (Gewinnkürzung und Gewinnverlagerung) Base erosion and profit shifting (BEPS) Compliance
Das OECD/G20-Projekt (15 Aktionspunkte, Abschlussberichte 2015) gegen Gewinnverlagerungen multinationaler Konzerne in Niedrigsteuerländer. Es brachte Country-by-Country-Reporting, strengere Verrechnungspreisregeln, den Nexus-Ansatz für IP-Boxen, das MLI und später die Säule Zwei.Siehe auch: Globale Mindeststeuer, Multilaterales Instrument (MLI), Verrechnungspreise
Beschränkte Steuerpflicht Limited tax liability Steuern
Besteuerung von Nichtansässigen nur auf Einkünfte aus Quellen im jeweiligen Land, etwa deutsche Mieteinnahmen oder eine deutsche Rente, nachdem du weggezogen bist.Siehe auch: Erweitert beschränkte Steuerpflicht, Unbeschränkte Steuerpflicht, Quellensteuer
Besteuerung nach Staatsbürgerschaft Citizenship-based taxation Staatsbürgerschaft
Staatsbürger werden auf ihr Welteinkommen besteuert, egal wo sie leben. Das prominenteste Beispiel sind die USA: Zieh als Amerikaner nach Dubai, und du gibst trotzdem beim IRS deine Erklärung ab. Fast alle anderen Länder besteuern stattdessen nach Wohnsitz.Siehe auch: Welteinkommensprinzip, Expatriation Tax (USA), FATCA
Betriebsstätte Permanent establishment Steuern
Eine feste Geschäftseinrichtung oder ein abhängiger Vertreter, über die eine Firma in einem anderen Land tätig ist – das dann den zurechenbaren Gewinn besteuern darf. Ein Homeoffice, das der Gründer regelmäßig nutzt, kann schon reichen: die klassische Falle für Remote-Gründer.Siehe auch: Ort der Geschäftsleitung, Zweigniederlassung, Substanz
Board Minutes (Sitzungsprotokolle) Board minutes Firma
Schriftliche Protokolle der Entscheidungen der Geschäftsführung. Langweilig, aber ein zentraler Beweis dafür, wo eine Firma wirklich geleitet wird: Protokolle mit „Sitzung in Limassol“ helfen nicht, wenn jede Entscheidung tatsächlich am Laptop in München gefallen ist.Siehe auch: Ort der Geschäftsleitung, Substanz
BOI-Meldung (Beneficial Ownership Information) Beneficial ownership information (BOI) report Compliance
Eine US-Meldung nach dem Corporate Transparency Act, die die Personen nennt, denen eine Firma gehört und die sie kontrollieren. Seit einer FinCEN-Regel vom März 2025 sind in den USA gegründete Firmen und US-Personen befreit; melden müssen nur noch ausländische Firmen, die für eine Geschäftstätigkeit in den USA registriert sind (Stand 2026). Die Regeln sind schon mehrmals hin- und hergekippt – prüf also den aktuellen Stand.Siehe auch: Formular 5472, Wirtschaftlich Berechtigter, LLC (Limited Liability Company)
Briefkastenfirma Letterbox company Firma
Eine Firma mit Adresse, aber ohne echte Tätigkeit, Personal oder Geschäftsleitung. Legal zu gründen, nutzlos für die Steuerplanung: Steuerbehörden schauen durch sie hindurch, Banken meiden sie, und Hinzurechnungsbesteuerung und Missbrauchsregeln warten schon.Siehe auch: Substanz, Ort der Geschäftsleitung, Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten (§ 42 AO)
C Corporation C corporation Firma
Die Standard-Kapitalgesellschaft in den USA: 21 % Bundes-Körperschaftsteuer (Stand 2026) plus eventuelle Steuer des Bundesstaats, Dividenden werden beim Gesellschafter nochmals besteuert. Standard bei Venture-finanzierten Startups, selten die richtige Wahl für Solo-Gründer im Ausland.Siehe auch: LLC (Limited Liability Company), Körperschaftsteuer
Cantillon-Effekt Cantillon effect Investieren
Benannt nach dem Ökonomen Richard Cantillon aus dem 18. Jahrhundert: Neu geschaffenes Geld kommt nicht bei allen gleichzeitig an. Wer nah an der Quelle sitzt – Banken, Staaten, Vermögensbesitzer –, gibt es aus, bevor die Preise steigen; Lohnempfänger bekommen es zuletzt. Ein Nerd-Liebling, um zu erklären, warum Vermögenspreise und Ungleichheit oft gemeinsam steigen. Mehr in unserem Cantillon-Artikel.Siehe auch: Vermögensschutz, Vermögensteuer
CARF (Crypto-Asset Reporting Framework) Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) Compliance
Der CRS der OECD für Krypto: Börsen und Broker melden die Transaktionen ihrer Nutzer an die Steuerbehörden, die die Daten international austauschen. Die EU setzt das mit DAC8 um, Datenerhebung ab 2026.Siehe auch: DAC8, Gemeinsamer Meldestandard
Central Management and Control Central management and control Firma
Der Test aus dem Common Law (genutzt u. a. im Vereinigten Königreich, in Malta und Zypern) dafür, wo eine Firma ansässig ist: dort, wo ihr Board die strategischen Entscheidungen tatsächlich trifft. Ein enger Verwandter des Orts der Geschäftsleitung.Siehe auch: Ort der Geschäftsleitung, Board Minutes (Sitzungsprotokolle), Substanz
Certificate of Good Standing Certificate of good standing Firma
Ein Dokument des Handelsregisters, das bestätigt, dass eine Firma existiert und mit Meldungen und Gebühren auf dem aktuellen Stand ist. Banken und Geschäftspartner wollen oft ein aktuelles.Siehe auch: Apostille, Registered Agent
Corporate Service Provider (CSP) Company service provider (CSP) Firma
Ein lizenziertes Unternehmen, das Firmen gründet und verwaltet: Sitzadresse, Meldungen, manchmal Direktoren, Buchhaltung und Bankkontakte. Die Art Partner, mit der wir in den meisten Ländern arbeiten – siehe Partner.Siehe auch: Registered Agent, Nominee Director, Satzungssitz
Country-by-Country-Reporting Country-by-country reporting Compliance
Große multinationale Konzerne (konsolidierter Umsatz ab 750 Mio. €) melden Umsatz, Gewinn, Steuern und Mitarbeiter pro Land an die Steuerbehörden, in der EU auch öffentlich. Nicht dein Problem – es sei denn, dein Startup wächst sehr, sehr schnell.Siehe auch: BEPS (Gewinnkürzung und Gewinnverlagerung), Globale Mindeststeuer
D7-Visum D7 visa Wohnsitz
Portugals „Passive Income“-Visum für Menschen, die von Renten, Mieten, Dividenden oder anderen stabilen Einkünften über einer an den portugiesischen Mindestlohn gekoppelten Schwelle leben. Beliebt bei Ruheständlern und Investoren. Siehe Portugal.Siehe auch: D8-Visum, Goldenes Visum, IFICI (Portugal)
D8-Visum D8 visa Wohnsitz
Portugals Visum für digitale Nomaden: für Remote Worker und Freelancer, die mindestens das Vierfache des portugiesischen Mindestlohns aus dem Ausland verdienen (Stand 2026). Gibt es als Visum für einen befristeten Aufenthalt oder als Aufenthaltsvisum.Siehe auch: Digitales Nomadenvisum, D7-Visum, IFICI (Portugal)
DAC6 Compliance
EU-Regel, nach der Intermediäre – oder du selbst, wenn es keinen Berater gibt – grenzüberschreitende Gestaltungen melden müssen, die bestimmte „Kennzeichen“ aggressiver Steuerplanung aufweisen. Viele gewöhnliche Strukturen lösen sie nie aus, aber Berater müssen es prüfen.Siehe auch: DAC7, DAC8, Anti-Steuervermeidungsrichtlinie
DAC7 Compliance
EU-Regel, seit 2023 in Kraft, nach der digitale Plattformen (Marktplätze, Vermietungs- und Gig-Plattformen) die Einnahmen ihrer Verkäufer an die Steuerbehörden melden. Verkaufen über eine Plattform ist jetzt so sichtbar wie eine Gehaltsabrechnung.Siehe auch: DAC6, DAC8, Automatischer Informationsaustausch
DAC8 Compliance
EU-Richtlinie, die den automatischen Informationsaustausch auf Kryptowerte ausweitet, basierend auf dem CARF der OECD. Krypto-Dienstleister erheben Daten ab 1. Januar 2026; der erste Austausch zwischen den Ländern folgt 2027.Siehe auch: CARF (Crypto-Asset Reporting Framework), Gemeinsamer Meldestandard, DAC6
Daueraufenthalt Permanent residence Wohnsitz
Ein unbefristetes Recht, in einem Land zu leben, typischerweise nach fünf Jahren legalem Aufenthalt in der EU oder in manchen Ländern per Investition. Oft das Sprungbrett zur Einbürgerung.Siehe auch: Einbürgerung, Aufenthaltstitel, Goldenes Visum
De-Risking De-risking Banking
Wenn Banken Konten für ganze Kundengruppen kündigen oder verweigern – bestimmte Länder, Branchen oder Strukturen –, weil die Compliance mehr kostet, als das Geschäft einbringt. Nichts Persönliches, tut trotzdem weh: Halte ein Backup-Konto bereit.Siehe auch: E-Geld-Institut, KYC (Know Your Customer), Korrespondenzbank
Digitales Nomadenvisum Digital nomad visa Wohnsitz
Ein Aufenthaltstitel für Remote Worker, die über einer festgelegten Einkommensgrenze von Arbeitgebern oder Kunden im Ausland verdienen – Portugals D8, Maltas Nomad Residence Permit, Estland, Spanien, die VAE und viele mehr. Ein Visum ist kein Steuerstatus: Bleib lange genug, und du wirst womöglich steuerlich ansässig.Siehe auch: D8-Visum, Unbeschränkte Steuerpflicht, Aufenthaltstitel
Disregarded Entity Disregarded entity Firma
US-Steuerbegriff für eine Gesellschaft, die für die Bundeseinkommensteuer ignoriert wird, etwa eine Single-Member-LLC im Standardfall. Ihr Gewinn gilt als der des Inhabers, die LLC selbst zahlt also keine US-Einkommensteuer; für einen ausländischen Inhaber ist die eigentliche Frage, wie sein Heimatland sie einordnet. Mehr in Die US-LLC für Europäer.Siehe auch: LLC (Limited Liability Company), Transparente Besteuerung, Formular 5472
Dividende / Gewinnausschüttung Dividend Investieren
Eine Ausschüttung von Firmengewinnen an die Gesellschafter. Oft doppelt besteuert – einmal als Firmengewinn, dann nochmal beim Gesellschafter –, es sei denn, ein Schachtelprivileg, ein DBA oder ein Sonderregime nimmt eine Ebene weg.Siehe auch: Quellensteuer, Schachtelprivileg (§ 8b KStG), Ausschüttungsteuer
Domicile Wohnsitz
In Common-Law-Ländern deine dauerhafte rechtliche „Heimat“ – meist bei Geburt vom Vater übernommen und schwer zu ändern. Nicht dasselbe wie der Wohnsitz: Du kannst jahrzehntelang in Malta leben und dein Domicile trotzdem woanders behalten.Siehe auch: Non-Dom, Remittance-Prinzip
Doppelbesteuerung Double taxation Steuern
Dasselbe Einkommen wird von zwei Ländern besteuert, zum Beispiel einmal dort, wo du wohnst, und einmal dort, wo es erzielt wird. DBA und nationale Anrechnungsregeln sollen das verhindern – aber nur, wenn du sie auch geltend machst.Siehe auch: Doppelbesteuerungsabkommen (DBA), Anrechnungsmethode, Freistellungsmethode
Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) Double tax treaty (DTT) Steuern
Ein bilaterales Abkommen, das regelt, welches von zwei Ländern welche Einkünfte besteuern darf und wie das andere eine doppelte Besteuerung vermeidet. Die meisten folgen dem OECD-Musterabkommen; Deutschland allein hat fast 100 davon.Siehe auch: Tie-Breaker-Regel, Freistellungsmethode, Anrechnungsmethode
Doppelte Staatsbürgerschaft Dual citizenship Staatsbürgerschaft
Zwei oder mehr Staatsangehörigkeiten gleichzeitig. Manche Länder verbieten es, viele erlauben es, und Deutschland akzeptiert es seit dem 27. Juni 2024 grundsätzlich. Mehr Pässe heißt mehr Optionen – und manchmal mehr Pflichten, etwa Wehrdienst oder Besteuerung nach US-Art.Siehe auch: Einbürgerung, Staatsangehörigkeit durch Abstammung, Besteuerung nach Staatsbürgerschaft
E-Geld-Institut Electronic money institution (EMI) Banking
Ein lizenziertes Zahlungsunternehmen, das IBANs und Karten ausgibt, aber keine Bank ist. Kundengelder werden abgesichert statt von der Einlagensicherung gedeckt. Schnelles Onboarding für neue Firmen – und gelegentlich auch schnelles Offboarding.Siehe auch: Einlagensicherung, IBAN, De-Risking
e-Residency Firma
Estlands digitale ID für Nichtansässige, mit der du eine estnische Firma online gründen und führen kannst. Sie gibt dir kein Recht, in Estland zu leben, und keine Steueransässigkeit: Führ die Firma von deiner Küche in Berlin aus, und sie kann sehr wohl in Deutschland steuerpflichtig sein. Siehe Estland.Siehe auch: Estnisches Steuermodell, OÜ, Ort der Geschäftsleitung
Economic Substance Regulations (ESR) Economic substance regulations (ESR) Compliance
Gesetze, die Niedrig- oder Nullsteuerländer wie die Cayman Islands, die Britischen Jungferninseln und Bermuda auf Druck von EU und OECD eingeführt haben: Firmen in bestimmten Tätigkeitsfeldern brauchen echtes Personal, Räume und Entscheidungen vor Ort. Die VAE haben ihre ESR für Zeiträume ab 2023 abgeschafft, als die Körperschaftsteuer kam.Siehe auch: Substanz, EU-Liste nicht kooperativer Steuergebiete, Steueroase
Effectively Connected Income (ECI) Effectively connected income (ECI) Steuern
Einkünfte, die mit einem US-Gewerbebetrieb zusammenhängen – die Art Einkünfte, auf die ein ausländischer Inhaber einer US-LLC typischerweise US-Einkommensteuer zahlt. Meist nicht vorhanden, wenn es kein US-Büro, kein Personal und keinen abhängigen Vertreter gibt.Siehe auch: LLC (Limited Liability Company), Disregarded Entity, Betriebsstätte
Effektiver Steuersatz Effective tax rate Steuern
Die tatsächlich gezahlte Steuer geteilt durch deinen Gewinn oder dein Einkommen, nach Erstattungen, Anrechnungen und Befreiungen. Die Zahl, die wirklich zählt: Maltas 35 % auf dem Papier schrumpfen für ausländische Gesellschafter auf etwa 5 %.Siehe auch: Körperschaftsteuer, Maltesisches Steuererstattungssystem, Globale Mindeststeuer
EIN (Employer Identification Number) Employer identification number (EIN) Firma
Die US-Bundessteuernummer für Firmen, vergeben vom IRS. Deine LLC braucht sie, um ein Bankkonto zu eröffnen und das Formular 5472 einzureichen.Siehe auch: LLC (Limited Liability Company), Formular 5472
Einbürgerung Naturalisation Staatsbürgerschaft
Staatsbürgerschaft durch ausreichend lange Ansässigkeit und das Erfüllen von Bedingungen wie Sprache, Einkommen und weißer Weste. In Deutschland beträgt die reguläre Wartezeit fünf Jahre (Stand 2026); anderswo reicht sie von wenigen Jahren bis über ein Jahrzehnt.Siehe auch: Doppelte Staatsbürgerschaft, Staatsangehörigkeit durch Abstammung, Daueraufenthalt
Einkommensteuer Personal income tax (PIT) Steuern
Steuer auf das Einkommen von Privatpersonen aus Arbeit, Unternehmen, Kapitalanlagen und mehr. Sie reicht von null in den VAE bis zu progressiven Systemen mit Spitzensätzen von 45–48 % in Teilen Westeuropas (Stand 2026).Siehe auch: Flat Tax, Progressive Steuer, Welteinkommensprinzip
Einlagensicherung Deposit protection Banking
Eine gesetzliche Garantie, die Bankeinlagen erstattet, wenn die Bank pleitegeht: 100.000 € pro Einleger und Bank in der EU (Stand 2026). Geld bei einem E-Geld-Institut wird stattdessen abgesichert (getrennt vom eigenen Geld des Instituts verwahrt) – das ist nicht dasselbe.Siehe auch: E-Geld-Institut, IBAN
Erbschaftsteuer Inheritance tax Investieren
Steuer auf Vermögen, das im Todesfall übergeht – je nach Land auf den Nachlass oder bei den Erben erhoben. Zypern, Estland und die VAE haben keine; Deutschland behält seinen Anspruch noch mindestens fünf Jahre, nachdem ein deutscher Staatsbürger ausgewandert ist.Siehe auch: Schenkungsteuer, Vermögensteuer, Stiftung
Erweitert beschränkte Steuerpflicht Extended limited tax liability Steuern
Eine deutsche Regel (§ 2 AStG) für deutsche Staatsbürger, die in ein Niedrigsteuerland ziehen, aber wesentliche wirtschaftliche Interessen in Deutschland behalten. Zehn Jahre nach dem Wegzug besteuert Deutschland mehr als die üblichen inländischen Einkünfte. Sie greift, wenn du in mindestens fünf der letzten zehn Jahre in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig warst.Siehe auch: Wegzugsbesteuerung, Beschränkte Steuerpflicht, Steueroase
Estnisches Steuermodell Estonian tax model Steuern
Estland besteuert Firmengewinne nicht, wenn sie entstehen, sondern erst, wenn sie die Firma verlassen. 100.000 € Gewinn reinvestiert: 0 € Steuer. Komplett ausgeschüttet: 22.000 € Steuer, 78.000 € Dividende (22 %, Stand 2026). Ideal für Gründer, die reinvestieren. Siehe Estland.Siehe auch: Ausschüttungsteuer, OÜ, e-Residency
EU-Liste nicht kooperativer Steuergebiete EU list of non-cooperative jurisdictions Compliance
Die „schwarze Liste“ der EU für Länder, die bei Transparenz, fairer Besteuerung oder BEPS-Standards hinterherhinken, zweimal im Jahr aktualisiert. Zahlungen in gelistete Länder können Abwehrmaßnahmen wie zusätzliche Quellensteuer oder versagten Betriebsausgabenabzug auslösen. Prüf die aktuelle Liste, nicht einen Blogpost vom letzten Jahr – unser Blacklist-Artikel erklärt, wie.Siehe auch: Graue Liste der FATF, Steueroasen-Abwehrgesetz (StAbwG), Steueroase
Expatriation Tax (USA) Expatriation tax (US) Staatsbürgerschaft
Eine Steuer auf nicht realisierte Gewinne, wenn US-Bürger oder langjährige Green-Card-Inhaber ihren Status aufgeben und als „Covered Expatriates“ gelten – je nach Nettovermögen, früheren Steuerzahlungen oder fehlender Compliance. Die Wegzugsteuer auf deinen Pass.Siehe auch: Besteuerung nach Staatsbürgerschaft, Wegzugsbesteuerung
FATCA Banking
Der US Foreign Account Tax Compliance Act (2010) verpflichtet ausländische Banken, Konten von US-Personen an den IRS zu melden. Deshalb lehnen viele Banken Amerikaner höflich ab, und deshalb unterschreibst du beim Eröffnen eines Depots ein W-8BEN.Siehe auch: Gemeinsamer Meldestandard, W-8BEN, Besteuerung nach Staatsbürgerschaft
Flaggentheorie Flag theory Wohnsitz
Die von Harry Schultz und W. G. Hill populär gemachte Idee, dein Leben auf mehrere Länder zu verteilen: Pass hier, Wohnsitz dort, Firma, Bank und Vermögen woanders – jeweils da, wo es dir am meisten nützt. Immer noch ein hilfreiches Denkmodell – heute mit deutlich mehr Papierkram.Siehe auch: Perpetual Traveller (PT), Doppelte Staatsbürgerschaft, Vermögensschutz
Flat Tax Flat tax Steuern
Ein einheitlicher Einkommensteuersatz für alle, z. B. 10 % in Rumänien oder 22 % in Estland (Stand 2026). Wird auch locker für Pauschalbetragsregime wie das italienische verwendet.Siehe auch: Progressive Steuer, Pauschalbesteuerung, Einkommensteuer
Formular 5472 Form 5472 Compliance
Eine Informationsmeldung an den IRS, die ausländisch gehaltene US-Firmen, auch Single-Member-LLCs, zusammen mit einem Pro-forma-Formular 1120 einreichen, um Transaktionen mit ihrem Inhaber zu melden. Keine Steuer fällig – aber die Strafe bei Versäumnis beginnt bei 25.000 $ (Stand 2026). Das teuerste Formular, von dem die meisten LLC-Inhaber noch nie gehört haben.Siehe auch: LLC (Limited Liability Company), Disregarded Entity, EIN (Employer Identification Number)
Freihandelszone Free zone Firma
Ein Sonderwirtschaftsgebiet – die VAE haben Dutzende – mit eigener Behörde, eigenen Lizenzen, 100 % ausländischem Eigentum und oft Zoll- und Steuervorteilen. Eine Qualifying Free Zone Person in den VAE kann 0 % Körperschaftsteuer auf qualifizierte Einkünfte zahlen (Stand 2026). Siehe Dubai.Siehe auch: FZE und FZCO, Qualifying Free Zone Person (QFZP), Substanz
Freistellungsmethode Exemption method Steuern
Eine DBA-Methode gegen Doppelbesteuerung: Dein Wohnsitzland stellt ausländische Einkünfte frei, die der andere Staat besteuern darf – meist mit Progressionsvorbehalt.Siehe auch: Progressionsvorbehalt, Anrechnungsmethode, Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)
Fremdvergleichsgrundsatz Arm’s length principle Steuern
Geschäfte zwischen nahestehenden Parteien – du und deine Firma oder zwei Konzerngesellschaften – müssen so bepreist sein, als hätten Fremde sie verhandelt. Sonst korrigiert das Finanzamt den Preis und damit den Gewinn für dich.Siehe auch: Verrechnungspreise, Verdeckte Gewinnausschüttung (vGA)
FZE und FZCO FZE and FZCO Firma
Gesellschaftsformen in den Freizonen der VAE. Traditionell hat eine FZE (Free Zone Establishment) einen Gesellschafter und eine FZCO (Free Zone Company) mehrere, manche Freizonen nutzen inzwischen aber eine Bezeichnung für beides. So oder so: eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, lizenziert von der jeweiligen Freizonenbehörde.Siehe auch: Freihandelszone, Qualifying Free Zone Person (QFZP)
Geldwäscheprävention Anti-money laundering (AML) Banking
Regeln, nach denen Banken, Gründungsdienstleister, Anwälte und andere ihre Kunden prüfen und verdächtige Transaktionen melden müssen. Die EU bündelt die Aufsicht in ihrer neuen Geldwäschebehörde AMLA, mit einem einheitlichen Regelwerk ab Juli 2027. AML ist der Grund, warum deine Bank so viele Fragen stellt.Siehe auch: KYC (Know Your Customer), Mittelherkunft, Politisch exponierte Person
Gemeinsamer Meldestandard Common Reporting Standard (CRS) Banking
Der OECD-Standard (Common Reporting Standard), nach dem Banken, Broker und manche Versicherer Konten ausländischer Steuerpflichtiger an ihre lokale Steuerbehörde melden, die die Daten an das Wohnsitzland des Inhabers weiterleitet. Mehr als 100 Länder machen mit (Stand 2026); die USA nicht, sie haben FATCA. Steuerlich ist das Bankgeheimnis Geschichte.Siehe auch: FATCA, Automatischer Informationsaustausch, Steuer-Identifikationsnummer
Gewerbesteuer Trade tax Steuern
Deutsche Gemeindesteuer auf Unternehmensgewinne, deren Höhe jede Gemeinde selbst festlegt: rund 7 % bis 17 % zusätzlich zur Körperschaftsteuer (Stand 2026). Freiberufler sind befreit, und vermögensverwaltende Immobiliengesellschaften können sie oft reduzieren.Siehe auch: GmbH, Körperschaftsteuer
Gewöhnlicher Aufenthalt Habitual abode Wohnsitz
Wo du tatsächlich deine Zeit verbringst. Deutschland behandelt einen Aufenthalt von mehr als sechs Monaten als gewöhnlichen Aufenthalt (§ 9 AO), kurze Unterbrechungen zählen nicht – ein Weg in die unbeschränkte Steuerpflicht, sogar ohne Wohnung. In DBA ist er die dritte Stufe der Tie-Breaker-Regel.Siehe auch: 183-Tage-Regel, Wohnsitz (§ 8 AO), Tie-Breaker-Regel
Global Residence Programme (Malta) Wohnsitz
Maltas Sondersteuerstatus für Nicht-EU-Bürger: pauschal 15 % auf nach Malta überwiesenes Auslandseinkommen, mit einer Mindeststeuer von 15.000 € pro Jahr (Stand 2026). Außerdem brauchst du eine qualifizierende Immobilie und eine Krankenversicherung. Siehe Malta.Siehe auch: Remittance-Prinzip, Non-Dom, Pauschalbesteuerung
Globale Mindeststeuer Pillar Two Compliance
Die globale Mindeststeuer von OECD/G20 (Säule Zwei): Konzerne mit einem konsolidierten Umsatz ab 750 Mio. € müssen in jedem Land effektiv mindestens 15 % Steuern zahlen, sonst wird anderswo eine Ergänzungssteuer erhoben. Irrelevant für kleine und mittlere Unternehmen – aber ein Grund, warum mehrere Niedrigsteuerländer ihre Sätze erhöht haben.Siehe auch: BEPS (Gewinnkürzung und Gewinnverlagerung), Effektiver Steuersatz, Country-by-Country-Reporting
GmbH Firma
Die Standard-Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Deutschland: Mindeststammkapital 25.000 €, Gewinne mit rund 30 % besteuert (15 % Körperschaftsteuer plus Solidaritätszuschlag plus Gewerbesteuer), Stand 2026. Die Sparvariante ist die UG.Siehe auch: UG (haftungsbeschränkt), Gewerbesteuer, Ltd
Goldenes Visum Golden visa Wohnsitz
Ein Aufenthaltstitel gegen eine Investition – je nach Land in Fonds, ein Unternehmen, Immobilien oder Spenden. Portugal akzeptiert keine Immobilien mehr, Spanien hat sein Programm 2025 beendet, die VAE bieten zehn Jahre. Aufenthalt, keine Staatsbürgerschaft – und nicht automatisch steuerliche Ansässigkeit.Siehe auch: Staatsbürgerschaft durch Investition, D7-Visum, Aufenthaltstitel
Graue Liste der FATF FATF grey list Compliance
Die Liste der Financial Action Task Force mit „Ländern unter verstärkter Beobachtung“ wegen Schwächen bei der Geldwäschebekämpfung, aktualisiert nach jeder ihrer drei Plenarsitzungen pro Jahr. Gelistet zu sein bedeutet mehr Fragen von Banken, kein Verbot; ernst wird es bei der schwarzen Liste („Call for Action“).Siehe auch: Geldwäscheprävention, EU-Liste nicht kooperativer Steuergebiete, Verstärkte Sorgfaltspflichten
Griechisches Non-Dom-Regime Greek non-dom regime Wohnsitz
Griechenland lässt Zuzügler für bis zu 15 Jahre pauschal 100.000 € pro Jahr auf ihr gesamtes Auslandseinkommen zahlen (plus 20.000 € für jedes hinzugenommene Familienmitglied), wenn sie mindestens 500.000 € in Griechenland investieren – Stand 2026.Siehe auch: Pauschalsteuer für Neuansässige (Italien), Pauschalbesteuerung, Non-Dom
Hinzurechnungsbesteuerung Controlled foreign company (CFC) rules Steuern
Regeln, mit denen dein Heimatland die passiven, niedrig besteuerten Einkünfte einer ausländischen Firma, die du kontrollierst, so besteuert, als hättest du sie selbst verdient. Deutschland wendet sie auf passive Einkünfte an, die mit weniger als 15 % besteuert werden (Stand 2026), und ATAD schreibt sie EU-weit vor. Der Hauptgrund, warum „mach einfach eine Firma in Dubai auf“ nicht funktioniert, solange du noch in Deutschland wohnst.Siehe auch: Passive Einkünfte, Substanz, Anti-Steuervermeidungsrichtlinie
Holdinggesellschaft Holding company Firma
Eine Firma, deren Hauptaufgabe es ist, Anteile an anderen Firmen zu halten. Dank Schachtelprivileg können Dividenden und Veräußerungsgewinne weitgehend steuerfrei nach oben fließen und reinvestiert werden – praktisch für Gründer, die einen Verkauf planen oder mehrere Unternehmen führen.Siehe auch: Schachtelprivileg (§ 8b KStG), Mutter-Tochter-Richtlinie, Substanz
IBAN Banking
International Bank Account Number. Die ersten zwei Buchstaben zeigen das Land des Kontos – weshalb eine litauische IBAN für hochgezogene Augenbrauen sorgen kann, obwohl EU-Regeln die „IBAN-Diskriminierung“ bei Euro-Zahlungen verbieten.Siehe auch: SEPA, E-Geld-Institut
IFICI (Portugal) Wohnsitz
Portugals „NHR 2.0“: Zuzügler in qualifizierten Tätigkeiten aus Wissenschaft, Tech, Startups und Ähnlichem zahlen 10 Jahre lang pauschal 20 % auf qualifizierte portugiesische Einkünfte aus Arbeit und Unternehmen, die meisten ausländischen Einkünfte sind befreit (Stand 2026). Du darfst in den fünf Jahren davor nicht in Portugal ansässig gewesen sein.Siehe auch: NHR (Non-Habitual Resident), D8-Visum, Beckham-Gesetz
Kleinstunternehmen (Rumänien) Micro-company (Romania) Steuern
Rumäniens Regime für kleine Unternehmen: 1 % Steuer auf den Umsatz statt 16 % auf den Gewinn, bei Umsätzen bis 100.000 € (Stand 2026). Die Regeln ändern sich oft, also jedes Jahr neu prüfen. Siehe Rumänien.Siehe auch: Körperschaftsteuer, Flat Tax
Körperschaftsteuer Corporate income tax (CIT) Steuern
Steuer auf die Gewinne einer Firma. In unseren Ländern reicht sie von 0 % auf einbehaltene Gewinne (Estland) bis 35 % auf dem Papier (Malta, vor Erstattungen), Stand 2026. Vergleich sie mit dem Steuerrechner.Siehe auch: Effektiver Steuersatz, Ausschüttungsteuer, Dividende / Gewinnausschüttung
Korrespondenzbank Correspondent bank Banking
Eine Bank, die Zahlungen für eine andere Bank abwickelt, besonders in Fremdwährungen. Verliert eine kleine Offshore-Bank ihre US-Dollar-Korrespondenzbank, stehen deine Dollar-Überweisungen still – es lohnt sich also zu fragen, mit wem sie arbeitet.Siehe auch: De-Risking, SEPA
KYC (Know Your Customer) Know your customer (KYC) Banking
Die Identitätsprüfungen, die eine Bank oder ein Dienstleister vor und während einer Geschäftsbeziehung durchführt: Pass, Adressnachweis, Geschäftsbeschreibung, Beteiligungsübersicht. Halte ein ordentliches „KYC-Paket“ bereit, dann geht alles schneller.Siehe auch: Geldwäscheprävention, Mittelherkunft, Wirtschaftlich Berechtigter
LLC (Limited Liability Company) Limited liability company (LLC) Firma
US-Gesellschaftsform, die beschränkte Haftung mit flexibler Besteuerung verbindet. Eine Single-Member-LLC mit nichtansässigem Inhaber ist eine Disregarded Entity: keine US-Einkommensteuer auf Gesellschaftsebene, während das Heimatland des Inhabers den Gewinn oft besteuert. Die jährliche LLC-Steuer in Delaware beträgt 300 $ (Stand 2026). Siehe Delaware.Siehe auch: Disregarded Entity, Formular 5472, Registered Agent
LLP (Limited Liability Partnership) Limited liability partnership (LLP) Firma
Eine Personengesellschaft, deren Gesellschafter beschränkt haften – am bekanntesten ist die britische Variante. Steuerlich transparent: Jeder Gesellschafter versteuert seinen Anteil dort, wo er wohnt. Beliebt bei Gründern außerhalb des Vereinigten Königreichs, weniger bei manchen Banken und heimischen Finanzämtern.Siehe auch: Transparente Besteuerung, Ltd
Ltd Firma
Private Company Limited by Shares, die Standardgesellschaft im Vereinigten Königreich, in Malta, Zypern, Irland und vielen anderen Common-Law-Ländern. Die britische Corporation Tax beträgt 19 % auf Gewinne bis 50.000 £ und 25 % über 250.000 £, mit Marginal Relief dazwischen (Stand 2026).Siehe auch: GmbH, LLP (Limited Liability Partnership), Körperschaftsteuer
Maltesisches Steuererstattungssystem Malta tax refund system Steuern
Malta erhebt 35 % Körperschaftsteuer, erstattet den Gesellschaftern bei Ausschüttung von Handelsgewinnen aber 6/7 davon zurück – effektiv rund 5 % (Stand 2026). Passive Einkünfte und einige andere Gewinne bekommen kleinere Erstattungen. Siehe Malta.Siehe auch: Effektiver Steuersatz, Holdinggesellschaft, Dividende / Gewinnausschüttung
Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten (§ 42 AO) General anti-abuse rule (GAAR) Compliance
Eine Auffangregel, mit der Steuerbehörden Gestaltungen ignorieren dürfen, deren Hauptzweck ein Steuervorteil ohne echten wirtschaftlichen Sinn ist. Dank ATAD hat jedes EU-Land eine. Der juristische Test für „zu schlau für das eigene Wohl“.Siehe auch: Anti-Steuervermeidungsrichtlinie, Principal Purpose Test (PPT), Substanz
Mittelherkunft Source of funds Banking
Woher das konkrete Geld für eine Einzahlung oder Transaktion stammt: Gehalt, Firmenverkauf, Dividende. Banken wollen Belege wie Verträge oder Kontoauszüge.Siehe auch: Vermögensherkunft, KYC (Know Your Customer), Geldwäscheprävention
Mittelpunkt der Lebensinteressen Centre of vital interests Wohnsitz
Das Land, zu dem deine persönlichen und wirtschaftlichen Bindungen am engsten sind: Familie, Wohnung, Arbeit, Geschäft, soziales Leben, Vermögen. Er ist die zweite Stufe der Tie-Breaker-Regel im DBA – und der Grund, warum Partner und Kinder, die zurückbleiben, dich dort ansässig halten können, wo du dachtest, du wärst weg.Siehe auch: Tie-Breaker-Regel, Ständige Wohnstätte, Gewöhnlicher Aufenthalt
Multilaterales Instrument (MLI) Multilateral Instrument (MLI) Compliance
Ein OECD-Übereinkommen, das Hunderte DBA auf einen Schlag um BEPS-Maßnahmen ergänzt, allen voran den Principal Purpose Test.Siehe auch: Principal Purpose Test (PPT), Doppelbesteuerungsabkommen (DBA), BEPS (Gewinnkürzung und Gewinnverlagerung)
Mutter-Tochter-Richtlinie Parent-Subsidiary Directive Steuern
EU-Richtlinie, die die Quellensteuer auf Dividenden zwischen EU-Mutter- und Tochtergesellschaften abschafft (Mindestbeteiligung 10 %) und eine Doppelbesteuerung bei der Mutter verhindert – mit Missbrauchsklausel.Siehe auch: Quellensteuer, Schachtelprivileg (§ 8b KStG), Holdinggesellschaft
NHR (Non-Habitual Resident) Non-habitual resident (NHR) Wohnsitz
Portugals berühmtes altes Regime mit zehn Jahren niedriger oder gar keiner Steuer für Zuzügler. Für neue Anträge geschlossen und durch IFICI ersetzt; wer bereits drin ist, behält es bis zum Ende seiner zehn Jahre.Siehe auch: IFICI (Portugal), D7-Visum
Nominee Director Nominee director Firma
Jemand, der gegen Gebühr auf dem Papier als Direktor fungiert, während jemand anderes das Sagen hat. Heute meist kontraproduktiv: Wenn du wirklich alle Entscheidungen triffst, wird deine Firma dort geleitet – und womöglich besteuert –, wo du bist.Siehe auch: Ort der Geschäftsleitung, Substanz, Nominee Shareholder
Nominee Shareholder Nominee shareholder Firma
Jemand, der Anteile für den eigentlichen Eigentümer hält. Transparenzregister und das KYC der Banken decken den wirtschaftlich Berechtigten ohnehin auf – der Datenschutzgewinn ist also klein.Siehe auch: Wirtschaftlich Berechtigter, Nominee Director, Transparenzregister
Non-Dom Non-dom Wohnsitz
Kurz für „non-domiciled resident“: jemand, der in einem Land lebt, ohne dort sein Domicile zu haben, oft mit steuerlicher Sonderbehandlung. Zypern befreit Non-Doms 17 Jahre lang von der Defence Contribution auf Dividenden und Zinsen; Malta besteuert sie nach dem Remittance-Prinzip. Das Vereinigte Königreich hat sein Non-Dom-Regime im April 2025 abgeschafft.Siehe auch: Domicile, Remittance-Prinzip, Special Defence Contribution (SDC)
Offshore-Firma Offshore company Firma
Eine Firma in einem Land, in dem sie kein lokales Geschäft betreibt, oft einem Niedrigsteuerland. Das Wort hat ein Imageproblem; heute zählen Substanz und der Ort der Geschäftsleitung, nicht die Palmen.Siehe auch: Briefkastenfirma, Substanz, Steueroase
One-Stop-Shop (OSS) One-Stop Shop (OSS) Steuern
Der One-Stop-Shop der EU für die Umsatzsteuer: Verkaufst du Waren oder digitale Dienstleistungen an Verbraucher in anderen EU-Ländern, meldest du die ausländische Umsatzsteuer in einer vierteljährlichen Erklärung zu Hause, statt dich überall zu registrieren. Ausländische Umsatzsteuer fällt an, sobald deine grenzüberschreitenden B2C-Umsätze EU-weit 10.000 € im Jahr übersteigen.Siehe auch: Umsatzsteuer / Mehrwertsteuer, Reverse-Charge-Verfahren, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.)
Ort der Geschäftsleitung Place of effective management Firma
Wo die wesentlichen Management- und Geschäftsentscheidungen einer Firma tatsächlich getroffen werden. Führ deine „zyprische“ Firma von deinem Schreibtisch in Hamburg aus, und Deutschland behandelt sie womöglich als in Deutschland ansässig und besteuert sie voll. Mehr in Auslandsfirma, deutscher Geschäftsführer.Siehe auch: Substanz, Central Management and Control, Betriebsstätte
OÜ Firma
Osaühing, die estnische Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Liebling aller e-Residents. Online gegründet, Mindeststammkapital nur 0,01 € (Stand 2026), besteuert nach dem estnischen Modell.Siehe auch: Estnisches Steuermodell, e-Residency, Stammkapital
Passive Einkünfte Passive income Steuern
Einkünfte aus Kapitalanlagen, Zinsen, Lizenzgebühren oder Mieten statt aus aktivem Geschäft. Viele Regeln behandeln sie strenger: Hinzurechnungsbesteuerung, kleinere Erstattungen in Malta, strengere Substanztests.Siehe auch: Hinzurechnungsbesteuerung, Substanz
Patentbox / Lizenzbox IP box Steuern
Ein ermäßigter Steuersatz auf Einkünfte aus qualifiziertem geistigem Eigentum wie Patenten oder Software. Nach dem Nexus-Ansatz der OECD wird nur IP belohnt, das du tatsächlich selbst entwickelt hast. Zypern und Malta haben beide eine.Siehe auch: BEPS (Gewinnkürzung und Gewinnverlagerung), Substanz
Pauschalbesteuerung Lump-sum taxation Wohnsitz
Besteuerung auf Basis eines festen Betrags oder deiner Lebenshaltungskosten statt deines tatsächlichen Einkommens. Die Schweizer Variante gilt für Ausländer, die dort nicht arbeiten, und mehrere Kantone, darunter Zürich, haben sie abgeschafft. Italien und Griechenland verlangen feste Jahresbeträge auf Auslandseinkommen.Siehe auch: Pauschalsteuer für Neuansässige (Italien), Griechisches Non-Dom-Regime, Global Residence Programme (Malta)
Pauschalsteuer für Neuansässige (Italien) Flat tax for new residents (Italy) Wohnsitz
Italien lässt vermögende Zuzügler für bis zu 15 Jahre einen festen Jahresbetrag auf ihr gesamtes ausländisches Einkommen zahlen statt regulärer Steuer, mit einem kleineren Betrag pro Familienmitglied. Der Preis wurde seit dem Start 2017 mit 100.000 € angehoben – prüf also den aktuellen Betrag. Ein separates 7-%-Regime richtet sich an Rentner, die in kleine Orte im Süden ziehen.Siehe auch: Pauschalbesteuerung, Beckham-Gesetz, Griechisches Non-Dom-Regime
Perpetual Traveller (PT) Perpetual traveller (PT) Wohnsitz
Jemand, der zwischen Ländern wechselt, ohne irgendwo lange genug zu bleiben, um steuerlich ansässig zu werden. Theoretisch legal, praktisch chaotisch: Banken wollen einen steuerlichen Wohnsitz, und Bindungen, die du irgendwo behältst, können dich dort ansässig halten. Lies unseren PT-Guide.Siehe auch: Flaggentheorie, Unbeschränkte Steuerpflicht, 183-Tage-Regel
Pflichtprüfung Statutory audit Firma
Eine gesetzlich vorgeschriebene externe Prüfung des Jahresabschlusses. Pflicht für praktisch alle Firmen in Malta und Zypern und für Freizonenfirmen in den VAE, die den 0-%-Satz beanspruchen; kleine Firmen im Vereinigten Königreich und in Deutschland sind befreit.Siehe auch: Qualifying Free Zone Person (QFZP), Substanz
Politisch exponierte Person Politically exposed person (PEP) Banking
Jemand mit einem herausgehobenen öffentlichen Amt, plus enge Familienangehörige und Vertraute. Banken müssen verstärkte Sorgfaltspflichten anwenden – PEP zu sein ist kein Problem, nur mehr Papierkram.Siehe auch: Verstärkte Sorgfaltspflichten, Geldwäscheprävention
Principal Purpose Test (PPT) Principal purpose test (PPT) Compliance
Eine Missbrauchsklausel in modernen DBA: Vorteile werden versagt, wenn ihre Erlangung einer der Hauptzwecke einer Gestaltung war. Das Ende des Treaty Shopping über Briefkastenfirmen.Siehe auch: Multilaterales Instrument (MLI), Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten (§ 42 AO), Treaty Shopping
Progressionsvorbehalt Progression clause Steuern
Steuerfreie Auslandseinkünfte zählen trotzdem mit, wenn der Steuersatz für dein übriges Einkommen ermittelt wird. Verdienst du 50.000 € im Ausland (steuerfrei) und 30.000 € zu Hause, werden die 30.000 € mit dem Satz für 80.000 € besteuert.Siehe auch: Freistellungsmethode, Progressive Steuer
Progressive Steuer Progressive tax Steuern
Steuersätze, die mit dem Einkommen steigen, z. B. 0–35 % in Malta und Zypern (Stand 2026). Das Gegenteil einer Flat Tax.Siehe auch: Flat Tax, Einkommensteuer, Progressionsvorbehalt
Qualifying Free Zone Person (QFZP) Qualifying free zone person (QFZP) Steuern
Eine Firma in einer Freizone der VAE, die die Voraussetzungen erfüllt – ausreichende Substanz, qualifizierte Einkünfte, Einhaltung der Verrechnungspreisregeln, geprüfter Jahresabschluss, keine Option zur Regelbesteuerung – und deshalb 0 % statt 9 % Körperschaftsteuer auf qualifizierte Einkünfte zahlen kann (Stand 2026).Siehe auch: Freihandelszone, FZE und FZCO, Substanz
Quellensteuer Withholding tax Steuern
Steuer, die der Zahlende direkt an der Quelle einbehält, z. B. auf Dividenden, Zinsen oder Lizenzgebühren ins Ausland, oft reduziert durch DBA oder EU-Richtlinien. Malta, Zypern und die VAE erheben keine auf Dividenden an Nichtansässige; in Portugal sind es standardmäßig 25 % (Stand 2026).Siehe auch: Doppelbesteuerungsabkommen (DBA), Mutter-Tochter-Richtlinie, Dividende / Gewinnausschüttung
Registered Agent Registered agent Firma
Eine Person oder Firma mit physischer Adresse im jeweiligen Bundesstaat, z. B. Delaware, die offizielle Post und Gerichtsdokumente für deine Firma entgegennimmt. Pflicht für jede US-LLC und Corporation.Siehe auch: LLC (Limited Liability Company), Satzungssitz, Corporate Service Provider (CSP)
Remittance-Prinzip Remittance basis Steuern
Ausländische Einkünfte werden erst besteuert, wenn sie ins Land gebracht (überwiesen) werden. Malta wendet das auf Ansässige ohne Domicile an: Im Ausland belassenes Einkommen bleibt dort unbesteuert, und ausländische Veräußerungsgewinne werden grundsätzlich selbst bei Überweisung nicht besteuert (Stand 2026).Siehe auch: Non-Dom, Global Residence Programme (Malta), Territorialitätsprinzip
Reverse-Charge-Verfahren Reverse charge Steuern
Bei vielen grenzüberschreitenden B2B-Dienstleistungen in der EU führt der Kunde statt des Leistenden die Umsatzsteuer ab. Der Leistende stellt ohne Umsatzsteuer in Rechnung und vermerkt „Reverse Charge“; beide Seiten brauchen gültige USt-IdNrn.Siehe auch: Umsatzsteuer / Mehrwertsteuer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.), One-Stop-Shop (OSS)
Satzung / Gesellschaftsvertrag Articles of association Firma
Das Regelwerk einer Firma: Zweck, Anteilsklassen, wie Geschäftsführer bestellt und Entscheidungen getroffen werden. Wird bei der Gründung eingereicht; Banken wollen oft eine beglaubigte Kopie.Siehe auch: Stammkapital, Beglaubigte Kopie
Satzungssitz Registered office Firma
Die offizielle rechtliche Adresse einer Firma im Handelsregister. Sie zeigt, wo die Firma gegründet wurde, nicht wo sie geleitet wird – eine Adresse ist keine Substanz.Siehe auch: Ort der Geschäftsleitung, Substanz, Registered Agent
Schachtelprivileg (§ 8b KStG) Participation exemption Steuern
Steuerbefreiung für Dividenden und Veräußerungsgewinne, die eine Firma von ihren Tochtergesellschaften erhält. In Deutschland sind 95 % solcher Einkünfte für Kapitalgesellschaften steuerfrei (Dividenden erst ab 10 % Beteiligung), was effektiv rund 1,5 % Steuer lässt (Stand 2026). Der Maschinenraum jeder Holdingstruktur.Siehe auch: Holdinggesellschaft, Dividende / Gewinnausschüttung, Mutter-Tochter-Richtlinie
Schengen-90/180-Regel Schengen 90/180 rule Wohnsitz
Nicht-EU-Bürger ohne Aufenthaltstitel dürfen sich innerhalb eines rollierenden Zeitraums von 180 Tagen 90 Tage im Schengen-Raum aufhalten. Eine Visumsregel, keine Steuerregel – aber beim Zählen genauso gnadenlos.Siehe auch: Aufenthaltstitel, Digitales Nomadenvisum, 183-Tage-Regel
Schenkungsteuer Gift tax Investieren
Steuer auf Schenkungen zu Lebzeiten, meist an die Erbschaftsteuer angelehnt, damit niemand Letztere umgeht, indem er in der Woche davor alles verschenkt. Deutschland gewährt Freibeträge je Schenker und Beschenktem, die sich alle zehn Jahre erneuern.Siehe auch: Erbschaftsteuer, Vermögensteuer
SEPA Banking
Der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum: Euro-Überweisungen in der EU und mehreren Nachbarländern zu Inlandskonditionen, identifiziert per IBAN.Siehe auch: IBAN, E-Geld-Institut
Solidaritätszuschlag Solidarity surcharge Steuern
Deutschlands Zuschlag von 5,5 % auf Einkommen- und Körperschaftsteuer. Für die meisten Arbeitnehmer seit 2021 weggefallen, gilt er weiterhin für die Körperschaftsteuer, die Abgeltungsteuer und hohe Einkommen (Stand 2026).Siehe auch: Abgeltungsteuer, GmbH
Sozialversicherungsabkommen Social security agreement Compliance
Ein Abkommen, das regelt, welche Renten-, Kranken- und sonstigen Beiträge welches Landes gelten, und Versicherungszeiten grenzüberschreitend anrechnet. Innerhalb der EU erledigt das eine Verordnung; anderswo schließen bilaterale Abkommen die Lücken – oder eben nicht.Siehe auch: A1-Bescheinigung
Special Defence Contribution (SDC) Steuern
Eine zyprische Abgabe auf Dividenden, Zinsen und Mieteinnahmen von Ansässigen, die ihr Domicile in Zypern haben. Non-Doms zahlen sie nicht – 17 Jahre lang, was Zypern bei Gründern, die von Dividenden leben, so beliebt macht.Siehe auch: Non-Dom, 60-Tage-Regel (Zypern), Domicile
Spekulationsfrist Holding period Investieren
Die Zeit, die du einen Vermögenswert halten musst, bevor ein Verkauf steuerfrei oder günstiger wird. In Deutschland sind private Gewinne aus Krypto und anderen Nicht-Wertpapieren nach einem Jahr steuerfrei, bei Immobilien nach zehn Jahren (Stand 2026).Siehe auch: Steuer auf Veräußerungsgewinne, Abgeltungsteuer
Staatsangehörigkeit durch Abstammung Citizenship by descent Staatsbürgerschaft
Eine Staatsangehörigkeit über Eltern, Großeltern oder manchmal noch frühere Vorfahren beanspruchen. Irland, Italien, Polen und Ungarn sind klassische Beispiele, auch wenn mehrere Länder die Regeln verschärft haben – Italien 2025. Oft der günstigste Zweitpass überhaupt: Du bezahlst vor allem mit Archivrecherche.Siehe auch: Doppelte Staatsbürgerschaft, Einbürgerung
Staatsbürgerschaft durch Investition Citizenship by investment (CBI) Staatsbürgerschaft
Ein Pass gegen eine Spende oder Investition, vor allem angeboten von Karibik- und einigen Pazifikstaaten. Steht unter wachsendem Druck von EU und USA, und der EuGH hat Maltas Programm 2025 für unvereinbar mit EU-Recht erklärt. Nicht zu verwechseln mit einem Golden Visa, das einen Aufenthaltstitel gibt, keine Staatsbürgerschaft.Siehe auch: Goldenes Visum, Doppelte Staatsbürgerschaft
Stammkapital Share capital Firma
Das Kapital, das Gesellschafter einer Firma zusagen. Die Mindestbeträge reichen von 0,01 € bei einer estnischen OÜ bis 25.000 € bei einer deutschen GmbH (Stand 2026).Siehe auch: GmbH, OÜ, UG (haftungsbeschränkt)
Ständige Wohnstätte Permanent home Wohnsitz
Der erste Test der Tie-Breaker-Regel im DBA: eine Wohnung, die dir dauerhaft zur Verfügung steht, ob gekauft oder gemietet. Hast du nur in einem Land eine, bist du für DBA-Zwecke meist dort ansässig.Siehe auch: Tie-Breaker-Regel, Wohnsitz (§ 8 AO), Mittelpunkt der Lebensinteressen
Step-up Investieren
Die steuerliche Basis eines Vermögenswerts wird auf den Marktwert angehoben, damit frühere Wertsteigerungen nicht nochmal besteuert werden. Manche Länder gewähren das beim Zuzug; Deutschland tut es bei Anteilen, wenn das Wegzugsland eine vergleichbare Wegzugsteuer erhoben hat.Siehe auch: Wegzugsbesteuerung, Steuer auf Veräußerungsgewinne
Steuer auf Veräußerungsgewinne Capital gains tax Investieren
Steuer auf den Gewinn aus dem Verkauf von Vermögenswerten wie Aktien, Immobilien oder Krypto. Steuersätze, Freibeträge und Haltefristen unterscheiden sich enorm: Manche Länder besteuern Gewinne wie Einkommen, manche pauschal, manche lassen private Gewinne ganz in Ruhe.Siehe auch: Spekulationsfrist, Wegzugsbesteuerung, Vermögensteuer
Steuer-Identifikationsnummer Tax identification number (TIN) Compliance
Deine Steuernummer in einem Land. Nach dem CRS fragen Banken nach der TIN jedes Landes, in dem du steuerlich ansässig bist – und „keine“ ist keine besonders gute Antwort.Siehe auch: Gemeinsamer Meldestandard, Ansässigkeitsbescheinigung
Steueroase Tax haven Compliance
Ein loser Begriff für ein Land mit niedrigen oder keinen Steuern und traditionell viel Geheimhaltung. Dank CRS und Substanzregeln ist die Geheimhaltung weitgehend Geschichte; die niedrigen Steuern sind geblieben – zusammen mit schwarzen Listen und Abwehrmaßnahmen anderer Länder.Siehe auch: EU-Liste nicht kooperativer Steuergebiete, Steueroasen-Abwehrgesetz (StAbwG), Gemeinsamer Meldestandard
Steueroasen-Abwehrgesetz (StAbwG) Tax Haven Defence Act (Germany) Compliance
Ein deutsches Gesetz, seit 2021 in Kraft, das Geschäfte mit Ländern auf der EU-Blacklist teuer macht: versagter Betriebsausgabenabzug, zusätzliche Quellensteuer, verschärfte Hinzurechnungsbesteuerung und mehr Meldepflichten.Siehe auch: EU-Liste nicht kooperativer Steuergebiete, Hinzurechnungsbesteuerung, Quellensteuer
Steuervermeidung vs. Steuerhinterziehung Tax avoidance vs tax evasion Steuern
Steuervermeidung heißt, deine Angelegenheiten legal so zu gestalten, dass du weniger Steuern zahlst – etwa durch die Wahl, wo du lebst und welche Gesellschaftsform du nutzt. Steuerhinterziehung heißt lügen, verstecken oder nicht erklären, und sie ist eine Straftat. Wir machen nur das Erste.Siehe auch: Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten (§ 42 AO), Gemeinsamer Meldestandard
Stiftung Foundation Firma
Eine juristische Person ohne Eigentümer, die Vermögen für einen Zweck oder für Begünstigte hält. Privatstiftungen in Liechtenstein, Österreich oder Panama sind klassische Werkzeuge für Nachfolge und Vermögensschutz; wie die Heimatländer von Stifter und Begünstigten sie besteuern, entscheidet über Erfolg oder Scheitern. Siehe Liechtenstein.Siehe auch: Trust, Vermögensschutz, Erbschaftsteuer
Substanz Substance Firma
Echte wirtschaftliche Präsenz dort, wo deine Firma angeblich sitzt: Büro, Personal, lokale Direktoren, die tatsächlich entscheiden, Geschäftstätigkeit. Ohne sie ziehen Hinzurechnungsbesteuerung, Betriebsstättenregeln oder der Test des Orts der Geschäftsleitung die Gewinne dorthin zurück, wo du wirklich bist.Siehe auch: Ort der Geschäftsleitung, Economic Substance Regulations (ESR), Hinzurechnungsbesteuerung
Teileinkünfteverfahren Partial income method Investieren
Deutsche Regel für Einkünfte aus Anteilen im Betriebsvermögen und für Gewinne aus dem Verkauf wesentlicher Beteiligungen (ab 1 %): 60 % werden mit deinem persönlichen Steuersatz besteuert, 40 % sind steuerfrei. Auch die Wegzugsteuer nutzt es.Siehe auch: Abgeltungsteuer, Wegzugsbesteuerung
Territorialitätsprinzip Territorial taxation Steuern
Nur Einkünfte aus inländischen Quellen werden besteuert; ausländisches Einkommen bleibt unberührt. Panama, Paraguay, Costa Rica und Hongkong funktionieren ungefähr so, Malta und Zypern kommen für Non-Doms auf anderen Wegen nah heran.Siehe auch: Welteinkommensprinzip, Remittance-Prinzip, Non-Dom
Tie-Breaker-Regel Tie-breaker rule Wohnsitz
Die DBA-Regel, die entscheidet, wo du ansässig bist, wenn dich zwei Länder beanspruchen: zuerst die ständige Wohnstätte, dann der Mittelpunkt der Lebensinteressen, der gewöhnliche Aufenthalt, die Staatsangehörigkeit und zuletzt eine Verständigung der Steuerbehörden. Jede Stufe zählt nur, wenn die vorherige keine Entscheidung bringt.Siehe auch: Ständige Wohnstätte, Mittelpunkt der Lebensinteressen, Gewöhnlicher Aufenthalt
Tochtergesellschaft Subsidiary Firma
Eine eigenständige Firma, die von einer anderen, ihrer Muttergesellschaft, kontrolliert wird. Anders als eine Zweigniederlassung ist sie eine eigene juristische Person und meist in ihrem eigenen Land steuerlich ansässig.Siehe auch: Zweigniederlassung, Holdinggesellschaft, Mutter-Tochter-Richtlinie
Transparente Besteuerung Pass-through taxation Steuern
Die Gesellschaft selbst wird nicht besteuert; ihr Gewinn wird den Inhabern zugerechnet, die ihn versteuern. US-LLCs, britische LLPs und deutsche Personengesellschaften funktionieren so. Achtung: Länder sind sich nicht immer einig, ob eine ausländische Gesellschaft transparent ist.Siehe auch: Disregarded Entity, LLP (Limited Liability Partnership), LLC (Limited Liability Company)
Transparenzregister Transparency register Compliance
Ein nationales Register der wirtschaftlich Berechtigten von Firmen, EU-weit vorgeschrieben. Nach einem Urteil des EuGH von 2022 wurde der öffentliche Zugang in vielen Ländern eingeschränkt, aber Behörden, Banken und alle mit berechtigtem Interesse können weiterhin nachschauen.Siehe auch: Wirtschaftlich Berechtigter, Nominee Shareholder
Treaty Shopping Treaty shopping Compliance
Einkünfte über eine Firma in einem Drittland leiten, nur um dessen DBA zu nutzen. Weitgehend unterbunden durch den Principal Purpose Test und Limitation-on-Benefits-Klauseln.Siehe auch: Principal Purpose Test (PPT), Multilaterales Instrument (MLI), Substanz
Trust Firma
Eine Konstruktion des Common Law, bei der ein Trustee Vermögen nach den Regeln des Settlors für Begünstigte hält. Keine juristische Person und in Civil-Law-Ländern wie Deutschland ganz anders behandelt, wo er überraschende Steuern auslösen kann.Siehe auch: Stiftung, Vermögensschutz
UG (haftungsbeschränkt) Firma
Die deutsche „Mini-GmbH“, die du mit 1 € Stammkapital gründen kannst. Sie muss jedes Jahr ein Viertel ihres Gewinns zurücklegen, bis sie in eine volle GmbH umgewandelt werden kann; die Steuern sind dieselben.Siehe auch: GmbH, Stammkapital
Umsatzsteuer / Mehrwertsteuer VAT Steuern
Die Mehrwertsteuer wird auf jeder Stufe der Lieferkette erhoben: Unternehmen holen sich die gezahlte Umsatzsteuer als Vorsteuer zurück, die Last trägt also der Endverbraucher. Die Regelsätze in unseren Ländern reichen von 5 % (VAE) bis 24 % (Estland), Stand 2026.Siehe auch: Reverse-Charge-Verfahren, One-Stop-Shop (OSS), Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.)
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) VAT ID Steuern
Eine EU-Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, beginnend mit dem Ländercode (DE, MT, CY …). Du brauchst sie für innergemeinschaftlichen B2B-Handel und das Reverse-Charge-Verfahren; die Nummern deiner Kunden prüfst du in der VIES-Datenbank der EU.Siehe auch: Reverse-Charge-Verfahren, Umsatzsteuer / Mehrwertsteuer
Unbeschränkte Steuerpflicht Tax residency Wohnsitz
Der Status, der einem Land erlaubt, dich zu besteuern, meist auf dein Welteinkommen. Jedes Land hat eigene Tests – Wohnung, Tage, Lebensmittelpunkt, manchmal Staatsbürgerschaft –, du kannst also in zwei Ländern gleichzeitig ansässig sein oder, selten, in keinem. Ein Aufenthaltstitel allein begründet sie nicht, und eine Abmeldung allein beendet sie nicht.Siehe auch: 183-Tage-Regel, Tie-Breaker-Regel, Ansässigkeitsbescheinigung
Verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) Hidden profit distribution Steuern
Ein Vorteil, den eine Firma ihrem Gesellschafter außerhalb einer offiziellen Dividende gewährt – ein überhöhtes Gehalt, ein Gratis-Auto, ein günstiges Darlehen. Das Finanzamt behandelt ihn als Dividende und rechnet ihn dem Firmengewinn wieder hinzu. Bezahl dich zu fremdüblichen Konditionen.Siehe auch: Fremdvergleichsgrundsatz, Dividende / Gewinnausschüttung
Vermögensherkunft Source of wealth Banking
Wie du dein Gesamtvermögen über die Zeit aufgebaut hast – Karriere, Firmenverkauf, Erbschaft, Investments. Banken wollen eine plausible Geschichte mit Belegen, also leg dir einen Ordner an.Siehe auch: Mittelherkunft, Verstärkte Sorgfaltspflichten
Vermögensschutz Asset protection Investieren
Vermögen legal so strukturieren, dass es vor künftigen Gläubigern, Klagen oder politischen Risiken geschützt ist, etwa mit Firmen, Stiftungen, Trusts oder Streuung über mehrere Länder. Früh und ehrlich gemacht ist das vernünftig; erst nach Entstehen einer Forderung können Gerichte es rückgängig machen. Mehr auf unserer Seite Vermögen schützen.Siehe auch: Stiftung, Trust, Flaggentheorie
Vermögensteuer Wealth tax Investieren
Eine jährliche Steuer auf das Nettovermögen statt auf das Einkommen. In Europa selten: Die Schweiz, Spanien und Norwegen erheben eine, Frankreich besteuert Immobilienvermögen, und Liechtenstein besteuert eine fiktive Rendite auf Vermögen. Deutschland erhebt seine Vermögensteuer seit 1997 nicht mehr.Siehe auch: Erbschaftsteuer, Steuer auf Veräußerungsgewinne
Verrechnungspreise Transfer pricing Steuern
Die Preise, die verbundene Unternehmen einander für Waren, Dienstleistungen, Darlehen oder IP berechnen. Sie müssen dem Fremdvergleichsgrundsatz folgen und dokumentiert sein – sonst wäre es viel zu leicht, Gewinne in die niedrig besteuerte Gesellschaft zu verschieben.Siehe auch: Fremdvergleichsgrundsatz, BEPS (Gewinnkürzung und Gewinnverlagerung), Verdeckte Gewinnausschüttung (vGA)
Verständigungsverfahren Mutual agreement procedure (MAP) Steuern
Ein DBA-Verfahren, in dem die Steuerbehörden zweier Länder verhandeln, um eine Doppelbesteuerung zu beseitigen – und die letzte Stufe der Tie-Breaker-Regel. Langsam, aber es gibt es.Siehe auch: Doppelbesteuerungsabkommen (DBA), Tie-Breaker-Regel
Verstärkte Sorgfaltspflichten Enhanced due diligence (EDD) Banking
Zusätzliche Prüfungen, die Banken bei Kunden mit höherem Risiko durchführen, etwa bei PEPs, komplexen Strukturen oder Verbindungen zu Hochrisikoländern: mehr Dokumente, Nachweis der Vermögensherkunft und Freigabe durch die Führungsebene.Siehe auch: KYC (Know Your Customer), Politisch exponierte Person, Vermögensherkunft
Vorabpauschale Advance lump sum on funds Investieren
Deutsche Steuer auf eine fiktive jährliche Rendite thesaurierender Investmentfonds, fällig jeden Januar – damit reinvestierende ETFs die Steuer nicht komplett aufschieben. Was du jetzt zahlst, wird beim Verkauf angerechnet.Siehe auch: Abgeltungsteuer, Steuer auf Veräußerungsgewinne
W-8BEN Banking
Das US-Steuerformular, mit dem Nicht-US-Privatpersonen Banken und Brokern ihren ausländischen Status bestätigen, oft um einen reduzierten DBA-Satz auf US-Dividenden zu bekommen. Firmen nutzen das W-8BEN-E.Siehe auch: FATCA, Quellensteuer
Wegzugsbesteuerung Exit tax Steuern
Steuer auf nicht realisierte Gewinne beim Wegzug ins Ausland, als hättest du deine Vermögenswerte bei der Ausreise verkauft. Die deutsche Variante (§ 6 AStG) erfasst Beteiligungen an Kapitalgesellschaften ab 1 %, wenn du in mindestens 7 der letzten 12 Jahre unbeschränkt steuerpflichtig warst; auf Antrag kann sie in sieben Jahresraten gezahlt werden (Stand 2026). Zahlen in Wegzugsteuer in Deutschland erklärt.Siehe auch: Anti-Steuervermeidungsrichtlinie, Erweitert beschränkte Steuerpflicht, Step-up
Welteinkommensprinzip Worldwide income Steuern
Der Grundsatz, dass Ansässige mit ihrem gesamten Einkommen besteuert werden, egal wo es erzielt wird. Die meisten Länder, Deutschland eingeschlossen, arbeiten so – mit DBA gegen die Doppelbesteuerung.Siehe auch: Territorialitätsprinzip, Unbeschränkte Steuerpflicht, Besteuerung nach Staatsbürgerschaft
Wirtschaftlich Berechtigter Ultimate beneficial owner (UBO) Banking
Die natürliche Person, der eine Firma letztlich gehört oder die sie kontrolliert, typischerweise mit mehr als 25 %. Banken, Register und Dienstleister wollen alle wissen, wer das ist – Nominee-Konstruktionen ändern daran nichts.Siehe auch: Transparenzregister, KYC (Know Your Customer), Nominee Shareholder
Wohnsitz (§ 8 AO) Wohnsitz Wohnsitz
Deutscher Steuerbegriff (§ 8 AO): Einen Wohnsitz hast du dort, wo du eine Wohnung unter Umständen innehast, die darauf schließen lassen, dass du sie beibehalten und nutzen wirst. Es muss nicht dein Haupt- oder Meldewohnsitz sein – eine Wohnung, die du „nur für alle Fälle“ behältst, kann dich in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig halten.Siehe auch: Abmeldung, Gewöhnlicher Aufenthalt, Ständige Wohnstätte
Zinsschranke Interest limitation rule Steuern
Begrenzt den abziehbaren Nettozinsaufwand auf 30 % des EBITDA, meist mit einer Freigrenze von 3 Mio. € (auch in Deutschland). Eine ATAD-Regel gegen das Vollpumpen von Firmen mit Schulden, um Gewinne zu verlagern.Siehe auch: Anti-Steuervermeidungsrichtlinie, BEPS (Gewinnkürzung und Gewinnverlagerung)
Zweigniederlassung Branch Firma
Eine eingetragene Außenstelle einer ausländischen Firma in einem anderen Land, keine eigene juristische Person. Ihre Gewinne werden meist dort besteuert, wo die Niederlassung ist – als Betriebsstätte.Siehe auch: Betriebsstätte, Tochtergesellschaft

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